Gelassen in den Ruhestand: Risikomanagement, das trägt

Gewähltes Thema: Risikomanagement in der Ruhestandsplanung. Wir zeigen, wie Sie Unsicherheit in planbare Bahnen lenken, finanzielle Stürme aushalten und mit klaren Entscheidungen Sicherheit, Freiheit und Gelassenheit gewinnen. Abonnieren Sie unseren Newsletter und teilen Sie Ihre wichtigsten Fragen, damit wir künftige Beiträge gezielt auf Ihre Risiken ausrichten.

Warum Risikomanagement den Ruhestand trägt

Langlebigkeit, Inflation, Marktschwankungen, Gesundheitskosten und Steueränderungen wirken zusammen und verstärken sich teilweise. Wer sie isoliert betrachtet, unterschätzt Wechselwirkungen. Ein guter Plan vernetzt die Risiken, statt sie einzeln abzuarbeiten, und schafft dadurch robuste Puffer.

Langlebigkeitsrisiko und nachhaltige Entnahmen

Die 4-Prozent-Regel im Kontext

Die 4-Prozent-Regel ist ein historischer Richtwert, kein Dogma. Sie hängt von Gebühren, Steuern, Asset-Allocation und Inflationsphasen ab. Testen Sie Bandbreiten, nicht nur einen Wert, und prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre persönliche Quote noch passt.

Dynamische Entnahmestrategien und Puffer

Dynamische Ansätze passen Entnahmen an Markt- und Inflationsentwicklung an. Ober- und Untergrenzen glätten Ihre Kaufkraft und schützen das Kapital. Ein Ausgabenpuffer für drei bis fünf Jahre erhöht die Chance, schwache Marktphasen ohne Panik zu überstehen.

Sequenzrisiko: Wenn schlechte Jahre zuerst kommen

Frühe Verluste bei gleichzeitigem Entnehmen können Portfolios dauerhaft schwächen. Liquiditätsreserven, flexible Entnahmen und anleihenlastige Töpfe mindern dieses Sequenzrisiko. Simulieren Sie die ersten Ruhestandsjahre besonders streng, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Inflation, Zinsen und Kaufkraft schützen

Indexierte Anleihen, Qualitätsaktien mit Preissetzungsmacht und Immobilien mit indexierten Mieten können Kaufkraft stützen. Wichtig ist die Kombination und das Timing. Prüfen Sie, welche Bausteine zu Ihrem Risikoempfinden, Anlagehorizont und Liquiditätsbedarf passen.

Inflation, Zinsen und Kaufkraft schützen

Steigende Zinsen entlasten künftige Erträge, belasten aber kurzfristig Anleihekurse. Laufzeiten staffeln und Bonitäten mischen schafft Flexibilität. Achten Sie auf Nettoverzinsung nach Steuern und Kosten, damit scheinbar sichere Erträge nicht illusorisch werden.

Diversifikation, Allokation und Rebalancing

Risikobudgets definieren

Statt nur Prozentanteile zu betrachten, gewichten Sie Risikoquellen: Aktienvolatilität, Zinsrisiko, Liquiditätsrisiko, Währungsrisiko. So erkennen Sie Klumpen, die auf den ersten Blick verborgen bleiben. Ein Risikobudget verhindert, dass Einzelpositionen den Plan dominieren.

Globale Streuung statt Heimmarktliebe

Heimmarktverliebtheit erhöht Klumpenrisiken. Internationale Aktien, Anleihen und alternative Renditetreiber machen Portfolios widerstandsfähiger. Achten Sie auf Kosten, Währungsabsicherung und steuerliche Behandlung, damit Diversifikation wirklich Nutzen stiftet und nicht nur komplexer wirkt.

Rebalancing als disziplinierter Sicherheitsgurt

Regelmäßiges Rebalancing verkauft Überflieger und kauft Nachzügler, ohne Bauchgefühl. Kalender- oder Schwellenwert-Trigger begrenzen Emotionen. Dokumentieren Sie Regeln vorab, damit Entscheidungen in stürmischen Phasen klar bleiben und Fehler vermieden werden.

Steuern, Regeln und flexible Planung

Mischen Sie steuerpflichtige, steuerbegünstigte und steuerfreie Töpfe. Das gibt Ihnen Spielraum, Entnahmen so zu steuern, dass Grenzsteuersätze moderat bleiben. Dokumentieren Sie Reihenfolgen und nutzen Sie Freigrenzen konsequent aus, statt sie dem Zufall zu überlassen.
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